Urlaub in Amsterdam

Der ein oder andere fragt sich jetzt  bestimmt warum ich einen Urlaub unter Therapie poste, ganz einfach weil er ein großes Stück Therapie war.

Und nun mehr dazu.



Wie kam es zu dem Urlaub?

Eigentlich war alles ein großer Zufall, nach den Osterferien kam meine Tochter heim und fragte : „Mama, können wir auch mal nach Madame Tussauds? „

Wo ich ihr dann erst mal erklären musste das die nächsten Madame Tussauds entweder in Berlin ( ca. 500 km) , Wien ( ca. 800km) oder Amsterdam (ca. 300km). Also , nichts was man ohne Auto mal eben zwischendurch machen kann. Meine Tochter kam dann auf die Idee, ja Mama, aber wir können das doch mit einem Urlaub in Amsterdam machen und der Onkel S. Kann da dann auch Urlaub machen und uns fahren. Und irgendwie ging mir Amsterdam doch nicht so ganz aus dem Kopf...

Erst eher als Hirngespinst, aber dann wurde immer mehr und mehr geschaut und dann habe ich festgestellt Amsterdam ist bezahlbar für uns.( Nachdem ich sämtliche Ferienwohnungen , Rbnb und Campingplätze durch geguckt hatte.)

Und mich auch durch das halbe Internet gewühlt hatte, bezüglich der Zugfahrt. So 2 Wochen vor der eigentlichen Fahrt wurde ich mir dann immer sicherer das ich es wollte, richtig sicher war ich mir nie ( Angst) und 3 Tage vor Abfahrt haben wir dann die Zugfahrt gebucht.

Für die Zugfahrt haben wir letztendlich insgesamt hin und zurück ca.50€ gezahlt ( Tochter fährt noch bei Mama mit) , jedoch war es nachts und wir mussten 2 mal umsteigen.

Und als Campingplatz hatten wir überlegt ob wir den normalen Campingplatz Zeeburg nehmen oder Zeeburg too, dieser war eher für Jugendliche gedacht und ein wenig günstiger. Letztendlich haben wir uns wirklich erst vor Ort entschieden.

Die Wahl fiel auf too, erstens war er günstiger, 2tens hatten wir das Freibad ,wo wir freien Eintritt hatten direkt neben dran, ich konnte Töchterchen durch den Zaun sehen. Nachher stellten sich noch mehr positive Dinge raus, wie zum Bsp. das Brötchen und Kaffee günstiger waren, wie Spiele ausleihen konnten usw.

Einerseits war auch der Gedanke dahinter es stört nicht, wenn das Kind abends mal lauter ist, andererseits was ist wenn es nachts extrem laut ist. Zu dem wie es wirklich wahr komme ich später.


 

Gut nun zu dem Thema Therapie,warum war es ein Stück weit Therapie?

Es war mein erster Urlaub allein mit meiner Tochter , indem wir ganz alleine auf uns beide gestellt waren , und es begann mit Sorgen, wie was ist, wenn ich das Ticket falsch ausgedruckt habe, hoffentlich verliere ich das Kind unterwegs nicht, was ist,wenn kein Platz mehr auf dem Campingplatz frei ist, bekommen wir das Zelt aufgebaut usw.

Letztendlich hat sich keine meiner Sorgen bewahrheitet, mir damit gezeigt man muss sich einfach mal trauen und sich nicht vorher über alles den Kopf zerbrechen.

Dann kam noch hinzu das meine Mutter ca. 2 Jahre vorher in Amsterdam war und ich das Gefühl hatte , sie wolle es uns ausreden., Amsterdam wäre nicht schön ,es gäbe das nur die langweiligen Königshäuser, ich mich diesmal aber nicht von ihr beeinflussen habe und wir trotzdem gefahren sind.. Ich weiß nicht wo meine Mutter war..., wir hatten im Endeffekt zu wenig Zeit. Ich habe mich also über das was meine Mutter meinte hinweggesetzt.

 

Nun zum Ergebnis:

5 Tage Camping Zeeburg, ein Urlaub den ich nicht missen möchte, denn er hat mir psychisch verdammt gut getan, ich war nicht ständig für jeden und alles per Handy erreichbar.

Dadurch das es Kochplatten und Sitzmöglichkeiten draußen für alle gab, kam man schneller mit anderen Leuten ins Gespräch.

Bei der Anmeldung wurde mir gesagt ,das es eine Nachtwache gab,was mir ruhige Nächte bescherte, der Platz war auch übersichtlich,so das mein Kind überall alleine hin durfte.

Ich konnte ihr den Wunsch mit Madame Tussaud tatsächlich erfüllen, sehr beeindrucken muss ich sagen, und auch hier hieß es wieder sich was trauen , das trauen hat nämlich nachher bares Geld gespart. ( nachfragen ob man das Schild richtig versteht,ab 17h war der Eintritt wesentlich günstiger.)

Das Anne-Frank-Haus zu besuchen,wollte ich ihr auch erfüllen, dort hätten wir jedoch ca. 2 h angestanden ,das wollten wir uns dann nicht antun, auf dem Platz bekamen wir dann weitere Infos dazu,wie das es da immer so voll ist etc. So das wir es kein 2tes mal versucht haben.

Zur Nachtruhe muss ich sagen, ich kenne Seniorencampingplätze da ist es wesentlich lauter. Extrem laute Musik oder so gab es nie und auch am schlafen wurden wir nie gehindert. Im Gegensatz,es wurde sehr viel Rücksicht auf meine Tochter genommen, mal wurde sich entschuldigt weil man Schimpfwörter benutzt, hatte mal weil man dachte das man draußen saß uns dachte man wäre zu laut (bis 23h, mein Kind schlief seelenruhig).

Sehr positiv empfanden wir das gemeinsame frühstücken, was im Alltag oft zu kurz kommt; das der Platz sehr alternativ war und es keinen störte ob man bunte Haare hatte, in Jogginghose rumlief oder sonst was ( meine Tochter sagte es gefiele ihr besser als im Hotel) , das wir abends spiele ausleihen konnten und gemeinsam spielen konnten. So, wie das das Freibad nebenan war und gratis für Camper; den kleinen Shop und auf dem großen Zeeburg ca 500 Meter entfernt gab es den großen Camping zeeburg, aber too gefiel sogar meiner Tochter besser. Dort durften wir allerdings auch hin, zum Beispiel an die Kräuterbeete oder zu den Ziegen. Bis in die Stadt und an den Strand( Ijburg) waren es ca. 4km mal sind wir mit der Tram gefahren, mal zur Fuß gegangen. Auch hier war es interessant zu sehen,das die Amsterdamer das die Schaffner das Bus und Bahn fahren viel lockerer nehmen. ( Sie können so fahren,wir haben gerade keine Tagestickets).



Im ganzen muss ich sagen dieser Urlaub hat mich stärker gemacht, deswegen Therapie und er hat mir gezeigt, das ich auch mal das tun muss, was meine Mutter nicht will! Und es hat mir gezeigt, das ich auch alleine klar komme und auf niemanden angewiesen bin.

 

                                                                                                                 

           



15.9.17 10:49, kommentieren

Neuer Versuch- neues Glück!

Nachdem ich jetzt eine ganze Weile mehr oder minder eingeschränkt war,werde ich versuchen wieder regelämäßiger zu schreiben, habt aber noch etwas Nachsicht mit mir, denn ein unglück kommt selten allein.

Was mir in der letzten zeit widerfahren ist ( in einzelnen Beiträgen werde ich in den folgenden Tagen genauer drauf eingehen):

1.) Meine Prinzessin leidet häufig unter Darmkrämpfen, laufden deswegen teilweise von Pontius zu Pilatus.

2) Es hat ewig gedauert , bis mein Weiterbewilligungsnatrag auf Alg2 bearbeitet 

    wurde.

 

3.) Ich selber habe mir eine Radiusköpfchenfraktur zugezogen.

 

So das mal grob als Überblick, genauere erzähle ich euch dann in den kommenden Tagen.

 

13.4.17 17:54, kommentieren